Die Mittelherkunft muss in jedem Antrag nachgewiesen werden, unabhängig von Programm und Summe. Dafür zeigt der Hauptantragsteller ein zusammenhängendes Bild: Kontoauszug für 6 Monate, Schreiben, Vermögensübersicht und den Beleg, woher das Geld stammt. Zahlen muss der Antragsteller selbst, von seinem Konto oder über seine Gesellschaft.
Warum der Antrag ohne das nicht zustande kommt
Die Mittelherkunft gehört nicht zu den Zusatzunterlagen, die nur in schwierigen Fällen verlangt werden. Sie ist ein Pflichtbestandteil jedes Antrags. Die Anforderung ist für das Beitragsprogramm und für den CIIP-Fonds gleich, für eine Einzelperson wie für eine große Familie.
Die FIU-Prüfung durchläuft der Hauptantragsteller, deshalb stellt er auch den Finanzblock zusammen. Wird der Antrag von der Familie bezahlt, ändert sich die Logik nicht: Die Unterlagen müssen zeigen, dass die Mittel dem Antragsteller gehören und wie sie bei ihm entstanden sind.
Dieser Teil verlangt Aufmerksamkeit, weil Täuschung im Antrag auch nach Erhalt der Staatsbürgerschaft ein Grund für deren Entzug bleibt. Beschreiben Sie eine komplizierte Geschichte des Geldes lieber ehrlich, als eine glatte, aber ungenaue einzureichen.
Welche Unterlagen den Finanzblock bilden
Der Nachweis der Herkunft steht nicht für sich. Er wird zusammen mit den übrigen Unterlagen des Hauptantragstellers gelesen, und alle zusammen müssen eine Geschichte erzählen.
| Unterlage | Welche Frage sie beantwortet |
|---|---|
| Arbeitgeberbescheinigung | Womit der Antragsteller beschäftigt ist |
| Kontoauszug für 6 Monate | Wie sich das Geld auf dem Konto bewegt |
| Bankschreiben | Was die Bank über ihren Kunden mitteilt |
| Geschäftsbrief | Wie die Geschäftsseite den Antragsteller darstellt |
| Vermögensübersicht | Was dem Antragsteller insgesamt gehört |
| Nachweis der Mittelherkunft | Woher das Geld für diesen Antrag stammt |
Wodurch sich die Herkunft vom Vorhandensein des Geldes unterscheidet
Ein häufiger Fehler ist die Annahme, ein hoher Kontostand genüge. Der Kontoauszug zeigt nur, dass Geld da ist. Die Herkunft beantwortet eine andere Frage: woher es stammt.
Stellen Sie sich vor, der Leser sieht Ihre Unterlagen zum ersten Mal und weiß nichts über Sie. Er muss vom Beruf oder Vermögenswert der Person zum Geld auf dem Konto gelangen, ohne an Lücken zu stolpern. Ist auf dem Konto kürzlich ein großer Betrag eingegangen, muss klar werden, was dahintersteht. Flossen die Einkünfte über eine Gesellschaft, muss die Verbindung der Gesellschaft zum Antragsteller sichtbar sein.
Die Lebensgeschichten sind verschieden. Das Geld kann aus dem Gehalt angespart sein, aus dem eigenen Geschäft stammen oder aus dem Verkauf von Vermögen. Ein einheitliches Muster gibt es daher nicht: Das Vorgehen hängt davon ab, wie Ihre Mittel entstanden sind.
Wie Sie die Erklärung vorbereiten
Beginnen Sie nicht mit der Suche nach Papieren, sondern mit einer kurzen schriftlichen Antwort an sich selbst. Diese Reihenfolge zeigt sofort, wo die Geschichte Lücken hat, und spart Zeit beim Sammeln.
- Berechnen Sie die Summe, die abgedeckt werden muss: Sie hängt vom Programm und der Zahl der Teilnehmer ab.
- Bestimmen Sie, auf welchem Konto das Geld liegt und wem es gehört.
- Verfolgen Sie den Weg des Geldes rückwärts: woher es auf das Konto kam und wodurch es dort entstanden ist.
- Gleichen Sie die Kette mit Arbeitgeberbescheinigung, Vermögensübersicht und Kontoauszug ab: Sie dürfen sich nicht widersprechen.
- Markieren Sie schwache Stellen vorab und besprechen Sie sie vor der Antragstellung, nicht erst nach einer Frage der Prüfer.
Welche Summe zu erklären ist
Zu erklären ist das Geld, das Sie tatsächlich zahlen werden. Die Endsummen inklusive Prüfungsgebühr stehen in der Tabelle. Für den Fonds ist die Sofortzahlung angegeben, weil die ganze Summe eingezahlt werden muss, wobei $50.000 davon ein Anteil sind, den der Fonds nach 5 Jahren zurückkauft.
Die Programmwahl verändert auch den Umfang dieser Arbeit. Für eine Person beträgt die Endsumme im Beitragsprogramm $135.000, im Fonds $165.000, und nachzuweisen ist jeweils die gesamte eingezahlte Summe. Gesondert nach Rechnung laufen Übersetzungen und Beglaubigungen, Dokumente eines Staatsbürgers von Vanuatu, Biometrie und Pass sowie Bankgebühren. Auch diese Ausgaben zahlt der Antragsteller selbst, planen Sie bei der Rechnung also eine Reserve ein.
| Teilnehmer | Beitragsprogramm | CIIP-Fonds |
|---|---|---|
| 1 | $135.000 | $165.000 |
| 2 | $155.000 | $165.000 |
| 3 | $170.000 | $165.000 |
| 4 | $185.000 | $165.000 |
| 5 | $195.000 | $191.500 |
| 6 | $205.000 | $218.000 |
Wer und von wo zahlen darf
Es zahlt der Antragsteller selbst. Diese Regel hängt unmittelbar mit der Herkunft zusammen: Das Geld muss von der Person kommen, deren Mittel Sie nachgewiesen haben. Eine fremde Firma und eine fremde Karte sind nicht zulässig, auch wenn der Inhaber helfen will.
Für Antragsteller aus Russland gilt eine weitere Einschränkung: Zahlungen über Banken in Russland und Belarus gehen nicht durch. Funktionierende Wege gibt es trotzdem, und jeder lässt die Zahlung beim Antragsteller selbst.
- Persönliches Konto im Ausland.
- Rubel über einen Broker.
- Kryptowährung.
- Konto der eigenen Gesellschaft.
Typische Fehler
Fast alle Probleme mit diesem Block entstehen nicht durch das Geld selbst, sondern dadurch, wie darüber berichtet wird.
- Annehmen, der Nachweis sei nicht nötig, weil das Geld auf dem eigenen Konto liegt. Er ist immer Pflicht.
- Nur den Kontostand zeigen und nicht erklären, woher er stammt.
- Eine komplizierte Geschichte der Schönheit halber kürzen. Eine Ungenauigkeit im Antrag ist gefährlicher als eine lange Erklärung: Täuschung bleibt ein Grund für den Entzug der Staatsbürgerschaft.
- Die Zahlung mit einer fremden Karte oder über eine fremde Firma planen. Solche Zahlungen gehen nicht durch, auch wenn die Mittelherkunft belegt ist.
- Unterlagen sammeln, die sich widersprechen: zum Beispiel zeigen Vermögensübersicht und Kontoauszug ein unterschiedliches Bild.
- Den Finanzblock ans Ende schieben: So verlängert er das gesamte Verfahren.
Wann Sie sich darum kümmern sollten
Das Sammeln der Unterlagen dauert in der Regel 1 bis 2 Wochen, das ganze Programm 2 Monate und höchstens 3. Den Finanzblock beginnen Sie am besten sofort, denn der Kontoauszug für 6 Monate bildet einen bereits vergangenen Zeitraum ab und lässt sich nachträglich nicht ändern.
Auch eine lange Geldüberweisung verlängert die Gesamtdauer, deshalb sollten Sie die Zahlungsroute vorab durchdenken. Gibt es in der Geschichte Ihrer Mittel schwierige Stellen, sprechen Sie sie in der Vorabprüfung an: Sie ist kostenlos, dauert 1 bis 2 Werktage und findet vor Vertragsabschluss statt.
Häufige Fragen
Muss ich die Herkunft nachweisen, wenn ich von meinem eigenen Konto zahle?
Ja. Der Nachweis ist bei jedem Antrag Pflicht. Das eigene Konto klärt, wer zahlt, erklärt aber nicht, woher das Geld stammt.
Kann eine fremde Firma für mich zahlen?
Nein. Eine fremde Firma und eine fremde Karte sind nicht zulässig. Sie können das Konto Ihrer eigenen Gesellschaft nutzen.
Kann man mit Kryptowährung zahlen?
Ja, das ist einer der Zahlungswege für den Antragsteller. Die Pflicht, die Mittelherkunft nachzuweisen, bleibt dabei bestehen.
Wer sammelt die Finanzunterlagen bei einem Familienantrag?
Der Hauptantragsteller, weil er die FIU-Prüfung durchläuft. Zu seinem Paket gehören Kontoauszug, Schreiben, Vermögensübersicht und der Nachweis der Herkunft.